Rassismus – und warum Demokraten ihn nicht kritisieren können

Wenn Rechtsradikale, Ausländerfeinde und Rassisten aller Altersgruppen und Stände die Ansicht vertreten, dass es einerseits wertvollere Menschen gibt, und dann noch die eher weniger Wertvollen, dann kann sich diese offiziell durchaus verpönte Ansicht auf harte Tatsachen berufen. Nämlich auf die staatliche gesetzte und administrierte Unterscheidung zwischen Inländern und Ausländern. Der gemeine Antirassismus im demokratischen Alltag besteht im Dementi rassistischer „Verallgemeinerungen“ oder „Stereotypen“ – und affirmiert dadurch die rassistischen Maßstäbe. Wer Schwarzen, Ausländern oder Juden mit dem Hinweis beistehen will, die seien doch gar nicht so, wie Rassisten behaupten, drückt sich um diese Auseinandersetzung, indem er dem Rassisten einen schlichten Irrtum vorwirft, und gibt dem Rassisten implizit recht: Wenn Schwarze oder Juden wirklich „so“ wären, was dann?

Diskussionsveranstaltung mit Herbert Auinger, Montag 18. Juni um 19:30 Uhr im Spektral, am Lendkai 45.
Ein ausführlicher Ankündigungstext findet sich hier.


1 Antwort auf „Rassismus – und warum Demokraten ihn nicht kritisieren können“


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